Eine Seelgerätstiftung
Zur mittelalterlichen Religiosität gehörte die Vorstellung, daß durch materielle Geschenke an die Kirche, gleichsam im Tausch, das Los der armen Seelen im Fegefeuer gelindert würde.
Die Anfänge des heutigen Gilgenberg
reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Erstmals wird im Jahre 1195 die Kirche von Gilgenberg erwähnt. Die Eigennamen der ersten Dokumente verraten eine bajuwarische Bevölkerung. Lehnsherr war, nach dem Untergang der Grafen von Burghausen, der bayerische Herzog. Dessen Stellvertreter am Ort war der Rentmeister von Burghausen.
Urbare
waren herzogliche Güterverzeichnisse, in denen die Abgaben (Zinsen), die die Bauern zu zahlen hatten aufgeführt waren.
Kulturgeschichte
Die Kirche
Ein spätgotischer Bau, der wahrscheinlich in der Mitte des 14. Jahrhunderts begonnen wurde und 1466 eingeweiht wurde.
Die Ölbergplastik
Holzbildhauerei vermutlich aus dem Jahre 1490
Beinhaus
Um 1410 angelegte Aufbewahrungsstätte alter Gebeine
Der alte Pfarrhof
eine frühbarocker Bau, der den Pröpsten vom Stift Ranshofen im Sommer als Amtsresidenz diente.
Vorgeschichte
Die Besiedelung des Gilgenberger Gebietes reicht mindestens 2500 Jahre zurück. Die frühesten Funde werden der Hallstattkultur zugerechnet. Aus dieser Zeit stammen Hügelgräber und eine 1995 gefundene Schnabelkanne. Ein Gutshof aus der Römerzeit dürfte sich in der Nähe der hallstattzeitlichen Fundstellen befunden haben. Möglicherweise wurde die Besiedelung in der Völkerwanderungszeit unterbrochen.

Die hallstattzeitlichen Hügelgräber

eine Schnabelkanne

eine hallstattzeitliche Siedlung

Der Helmbrecht

die Helmbrecht Dichtung
Literatur

Broschüren über Gilgenberg

Literatur zum Helmbrecht